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THE WOMEN EMPOWERMENT

THE WOMEN EMPOWERMENT

Eine Charity Fotostrecke für die Stärkung der Frauenrechte

Die Stärkung der Frauenrechte sind selbst heutzutage, im 21. Jahrhundert, in vielen Ländern noch ein ganz großes Thema. Neuerdings, sogar in der westlichen Welt, scheint es als ob tagtäglich ein neues Skandal an die Öffentlichkeit kommt. Gerade in der Fotografie, der Mode und der Show & Shine Welt des Entertainment könnte man meinen es wäre eine Selbstverständlichkeit. Grund genug diesem Klischee entgegen zu wirken, so der Fotograf Alexander von Wiedenbeck, welcher sich der Gleichberechtigung aller Menschen gleichermaßen verschrieben hat. Er unterstützt bereits seit vielen Jahren, die Projekte zur Stärkung der Frauenrechte des österreichischen Ablegers der internationalen Hilfsorganisation CARE, mit seiner Fotografie.

Darüberhinaus spendet Alexander von Wiedenbeck 25% seines Nettogewinn aller veräußerten Fotografien an selbige Projekte von CARE. Eine schöne Sache finden wir – und deshalb legen wir von BLACK BOX GALLERY® auch noch mal 25% unseres Nettogewinn an allen veräußerten Fotografien aus der Strecke WOMEN EMPOWERMENT oben drauf.

Jetzt mitmachen und unterstützen durch den Kauf eines Kunstdruckes aus der Strecke WOMEN EMPOWERMENT! Hier gehts zur Fotostrecke.

ALEXANDER VON WIEDENBECK ÜBER SEINE ERLEBNISSE

Women Empowerment in Nepal

In Eigeninitiative begleitete ich ein Team von Journalisten und CARE Mitarbeitern nach Kathmandu in Nepal. Eine Woche sollte ich die Projekte bis in die Provinz fotografisch begleiten, doch selbstverständlich kommt man dabei auch nicht herum, die Umstände der Frauen heute und die Erzählungen aus alten Zeiten wahrzunehmen. Sehr schockiert war ich von einer Geschichte einer älteren Frau, welche seit Lebzeiten, noch bis heute, tagtäglich ihrem Mann am Morgen die Füße wäscht und anschließend dieses Waschwasser trinkt. Neugierig erkundigte ich mich nach dem Sinn und Zweck dieser ekelhaften Tradition. Wie sollte es anders sein, es diente der Ehrerbietung des Mannes. Selbiger sei ein Geschöpf von Gott gesandt, sich um die Frau, die Familie zu kümmern und es sei eine Ehre für die Frau, dieses Schmutzwasser trinken zu dürfen. Im Widerspruch steht natürlich, dass es die Frauen sind, welche den ganzen Tag arbeiten, sei es im Haushalt oder auf dem Feld und die Männer, welche sich „um die Familie kümmern“ die meiste Zeit des Tages bekifft im Schatten unter Bäumen verbrachten.

 

Ich erschrak direkt, als ich an einem Tag eine Frau mit dem Pflug auf dem Feld fotografieren wollte und plötzlich aus dem Schatten eines Baumes ein Mann aufsprang und auf mich zu rannte. „No, no, no“ rief er mir entgegen und signalisierte mit übertriebener Gestik, dass er es ist der die Familie füttert und ich, wenn überhaupt, ihn fotografieren sollte…. was ich daraufhin bewusst ablehnte. Als wir weiter fuhren konnte ich noch beobachten, wie er sich wieder zurück in den Schatten legte und seine Frau weiter in der prallen Sonne bei 35 Grad den Pflug bedienen musste.

Am Ende meiner Reise, sollte mich aber noch ein Ereignis für das Schicksal bewusst machen. Zwei Tage vor meinem Heimflug, zog ich mir eine sehr intensive Lebensmittelvergiftung zu und musste den Tag darauf aus der Provinz in das nächste Krankenhaus in Kathmandu ausgeflogen werden . Während meiner Behandlung dort signalisierte man mir, dass ich noch einige Tage dort verbleiben sollte, bis es mir wieder besser gehen würde. Da mein Flug aber bereits fest gebucht war und mir die Umstände der Umbuchung zu groß waren, verließ ich, nach langen Diskussionen mit der Chefärztin, das Krankenhaus auf eigenes Risiko. Als ich dann am nächsten Tag nach Deutschland zurück fuhr, musste ich bereits am Flughafen in München auf einem Fernseher erschreckend feststellen, dass sich unmittelbar nach meiner Heimreise am 25. April 2015, eines der schwersten Erdbeben in der Geschichte von Nepal ereignete und mehr als die halbe Stadt Kathmandu zerstört wurde. Wäre ich dem Rat der Ärzte gefolgt und im Krankenhaus geblieben, wäre ein viel schlimmerer Ausgang als „nur“ die Lebensmittelvergiftung denkbar gewesen.

Women Empowerment in Uganda

Das länderübergreifende Projekt von CARE Österreich zur Stärkung der Frauenrechte, für welches ich im April 2015 nach Kathmandu, Nepal reiste, führte meinen Weg nun auf den afrikanischen Kontinent nach Uganda. Ein Land, welches sich vor 10 Jahren noch mitten im Bürgerkrieg befand, ist heute noch sichtbar geprägt mit Narben aus dieser angespannten Zeit. Banken werden von Sicherheitspersonal mit Maschinengewehren bewacht und die Sicherheitsvorkehrungen der Hotels gleichen einem Gipfeltreffen der Industrienationen.

 

Im Unterschied zu Nepal, führten mich dieses mal die Strapazen der Reise auch an meine Grenzen. In den Tiefen der Provinz angekommen, waren fließend Wasser oder gar Strom nur sporadisch auftretende Erlebnisse. Die Hitze tagsüber kaum auszuhalten, war das kalte Brunnenwasser in der Provinz für meine europäischen Magen nicht wirklich eine gute Alternative, so blieb nur der Griff zum aufgeheizten Wasser, welches wir auf unserer langen Fahrt im Auto mitgebracht hatten. Die Verpflegung war dabei keineswegs besser, ein Gockel der fünf Minuten zuvor noch auf dem Gepäckträger eines Moped an uns vorbeifuhr, mit dem Kopf flatternd zwischen den Speichen der Räder, wurde uns kurze Zeit später als „Suppe“ im Ganzen präsentiert. Meine Weggefährten von CARE Österreich, deutlich erfahrener und mehr abgehärtet, verzehrten keine Miene beim Verzehren, ich für meinen Teil jedoch, ernährte mich die Tage ausschließlich von Reis.

 

Faszinierend für mich war zu sehen, wie die Projekte von CARE hier Früchte trugen und in den abgelegensten Ecken des Landes die Frauen eine deutlich und spürbar wichtige Rolle im Alltag haben. Sie integrieren sich führend in der Landwirtschaft, dürfen Land besitzen und verwalten und engagieren sich mittlerweile sogar politisch in der Community. Ein Umstand, welcher noch vor 5 Jahren undenkbar gewesen wäre. Die Selbstbestimmung der Frauen zieht sich dabei durch alle Bereiche. Der Tanz, das Schauspiel hat einen hohen Stellenwert in der Freizeit der Frauen und ein eigens einstudiertes Theaterstück, sollte uns die Entwicklung durch die Women Empowerment Projekte verdeutlichen.

 

Die Leidenschaft, Freude und Liebe, ebenso wie die harte Arbeit, die Anstrengung und auch das Risiko der Selbstbestimmung erlauben einen positiven Ausblick in die Zukunft, dass sich Uganda, ebenso wie Nepal, weiter entwickelt und die Zeiten, in welchen die Rechte der Frauen mit Füßen getreten wurde, nun der Vergangenheit angehören.

 

Mehr über Alexander von Wiedenbeck erfahren!